Norovirus 2008/2009
Norovirusinfektion
Seit ca. einem Jahr haben wir hier in Oberhofen immer wieder einzelne Erkrankte zu verzeichnen.
Leider ist es jetzt im Winterhalbjahr rund um den Thunersee zu kleinen epidemischen Ausbrüchen
in verschiedenen (Alters-) Heimen gekommen, deshalb möchte ich sie über das Virus aufklären.
Symptome:
- Plötzlich einsetzender extrem starker Durchfall, bis komplett wässerig
- Und/oder mit Erbechen typischerweise explosionsartig.
- Eventuell mit Bauchschmerzen möglich
- ohne Fieber
Was ist zu tun:
1. Am wichtigsten ist, dass sie sich, falls sie an dieser Krankheit erkranken, auf jeden Fall
in unserer Arztpraxis melden dürfen.
2. Es ist eine gut verlaufende Krankheit.
3. Ich habe noch keinen Todesfall erlebt.
4. Die Krankheit dauert ca. 2 Tage mit starkem Brech-Durchfall und ist ca. nach 5 Tagen
vorbei.
5. Da das Virus hoch ansteckend ist und von Mensch zu Mensch übertragbar wird, ist die eigene Hygiene sehr wichtig. Das wichtigste ist die Reinigung ihrer Hände, gründlich vor allem mit Seife und, wenn sie etwas zum Desinfizieren haben, nehmen sie Sterilium oder Alkohol. Seife ist wichtiger als Sterilium.
Ansteckungsgefahr:
Es hat viele Viren im Stuhlgang und im Erbrochenem. Dies ist der Hauptübertragungsweg über diese Exkremente. Deshalb ist vor allem das Ausbruchsrisiko in Alters- und Pflegeheimen, sowie in Kinderkrippen sehr hoch.
Lassen sie möglichst keine andere Person auf ihr WC. Versuchen sie möglichst während dieser hoch ansteckenden Krankheitsphase nicht anderen Menschen zu begegenen.
Ganz wichtig ist das gute Reinigen von Kontaktflächen Türgriffen und Badezimmer, etc.
Achten sie auf gute Flüssigkeitseinnahme zum Beispiel trinken sie jede Viertelstunde ein Kaffeelöffel voll Wasser oder Tee oder Coca Cola, danach einen Esslöffel voll, danach ein Esslöffel voll, danach ein kleines Schnapsgläsli voll Wasser, dann ein halbes Glas und später ein Glas voll. So hoffen wir, dass sie nicht ins Spital gehen müssen wegen der Dehydratation (Austrocknung).
Es gibt keine Medikamente gegen das Norovirus. Aber es gibt Medkamente, die ihnen helfen, dass es ihnen nicht mehr so schlecht wird
(Antibrechmittel). Es gibt auch Mittel um den Darm wieder aufzubauen. Melden sie sich doch ihn unserer Arztpraxis für nähere Informationen.
Und gute Besserung.
Weitere Quellen: BAG - Bundesamt für Gesundheit
Aktuell: Presse 5.03.09



